... lebendiger Klang aus dem Herzen des Vogtlandes
Es handelt sich um eine Modellreihe, die ich in traditioneller Bauweise fertige. Große Vorbilder sind mir dabei Antonio de Torres und Richard Jacob Weißgerber.
Das von mir verwendete Beleistungssystem der Decke ist eher an Torres angelehnt, während die Ausarbeitung einer Hohlkehle auf der Deckenaußenseite, auch Kehlen oder Kehlung genannt, eher ein Markenzeichen von Weißgerber war. Was beide Gitarrenbauer aber gemeinsam hatten: Sie bevorzugten die „Leichtbauweise“.
Das Kehlen der Decke erfolgt bei mir erst nach kompletter Fertigstellung. Die Gitarre ist also, mit Ausnahme der Decke, schon im weißfertigen Zustand. Der Begriff „weißfertig“ kommt ursprünglich aus dem Geigenbau und bezeichnet das fertige Instrument (alle Holzarbeiten) vor dem Lackieren.
Als wichtiges Hilfsmittel bei der Deckenausarbeitung dient mir ein Hacklinger–Dickenmessgerät. Ein vielleicht noch nötiger Feinabtrag am Deckenmaterial wird im Bedarfsfall sogar mit aufgeleimtem Steg und aufgezogenen Saiten durchgeführt. Das anschließende Lackieren der Decke findet in diesem Fall also mit schon aufgeleimtem Steg statt. Eine aufwendige Methode, die aber vor allem auch in kleinen, traditionell arbeitenden spanischen Gitarrenbauwerkstätten angewendet wurde und wird.
Mit dem Reduzieren der Deckenstärke im Randbereich, entweder durch Abtrag in der Fläche oder eben durch eine Hohlkehle bzw. eine Kombination aus beiden, erreicht man eine Art von Membraneffekt. Die Methode formt bzw. unterstützt den unteren Frequenzbereich (Hohlraumresonanz), aber natürlich reduziert sich gleichzeitig auch das Gewicht der schwingenden Decke, was zu einer sehr leichten Ansprache führt.
Als weiteren Vorteil der Kehlung sehe ich, dass die Deckenbearbeitung, selbst im finalen Zustand der Gitarre, keinerlei Auswirkung auf den eigentlichen (gewickelten) Randbereich hinsichtlich seiner Optik und auch Statik hat, mir also viel „Freiraum“ bei der Ausarbeitung gibt.
Im Folgenden finden Sie eine kleine Zusammenstellung an Möglichkeiten für das Modell „Klassik“:
Heimische Hölzer
Ahorn (geriegelt), Birke (Eisbirke), Kirsche, Amerikanische Traubenkirsche (Herkunft Deutschland), Eibe, Nussbaum, Robinie, Zwetschge, Apfel, Räuchereiche, Eiche
Tropenhölzer
Madagaskar Palisander, Ostindischer Palisander, Ovangkol, Bubinga, Anigre, Sapeli
weitere auf Anfrage möglich
Decke: Schellack - Handpolitur
Boden – Zargen - Hals: Schellackgrundierung / Hartwachsöl
Decke–Boden - Zargen: Schellack - Handpolitur
Hals: Schellackgrundierung / Hartwachsöl
Weitere auf Anfrage möglich.
Jede Gitarre, die Sie in der folgenden Galerie sehen, habe ich von Hand gebaut und mit viel Sorgfalt gefertigt. So können Sie sehen, wie unterschiedlich die verschiedenen Hölzer und Materialien wirken und welchen Charakter sie jedem Instrument verleihen. Gern bespreche ich mit Ihnen Ihre Wünsche und Vorstellungen – und gemeinsam gestalten wir eine Gitarre, die perfekt zu Ihnen und Ihrem Spielstil passt.
Hals aus Kirsche
Ränder: Räuchereiche
Späne: Zwetschge
Ornament aus Räuchereiche
Mechanik: Rubner
Hals mit deutschem
Kopfanschäfter
Schalllochrosette: Wurzelholz
Griffbretteinlage: Bubinga
Hals aus Cedro mit
Bubinga-Sperrung
Ränder und Ornament
aus Bubinga
Schalllochrosette:
Zwetschge mit Splint
Griffbretteinlage: Bubinga
Konische Halssperrung
aus Bubinga
Mechanik: Rubner
Hals mit deutschem
Kopfanschäfter
Ränder: Bubinga
Späne: Robinie
Ornament aus Bubinga




