Gitarre, gebaut von Jörg Lawrenz

Jörg Lawrenz - Gitarrenbau

... lebendiger Klang aus dem Herzen des Vogtlandes

Modell „Klassik“

Konzertgitarre in Traditioneller Bauweise

Vorderansicht der Konzertgitarre Palisander

Es handelt sich um eine Modellreihe, die ich in traditioneller Bauweise fertige. Große Vorbilder sind mir dabei Antonio de Torres und Richard Jacob Weißgerber.

Das von mir verwendete Beleistungssystem der Decke ist eher an Torres angelehnt, während die Ausarbeitung einer Hohlkehle auf der Deckenaußenseite, auch Kehlen oder Kehlung genannt, eher ein Markenzeichen von Weißgerber war. Was beide Gitarrenbauer aber gemeinsam hatten: Sie bevorzugten die „Leichtbauweise“.

Das Kehlen der Decke erfolgt bei mir erst nach kompletter Fertigstellung. Die Gitarre ist also, mit Ausnahme der Decke, schon im weißfertigen Zustand. Der Begriff „weißfertig“ kommt ursprünglich aus dem Geigenbau und bezeichnet das fertige Instrument (alle Holzarbeiten) vor dem Lackieren.

Als wichtiges Hilfsmittel bei der Deckenausarbeitung dient mir ein Hacklinger–Dickenmessgerät. Ein vielleicht noch nötiger Feinabtrag am Deckenmaterial wird im Bedarfsfall sogar mit aufgeleimtem Steg und aufgezogenen Saiten durchgeführt. Das anschließende Lackieren der Decke findet in diesem Fall also mit schon aufgeleimtem Steg statt. Eine aufwendige Methode, die aber vor allem auch in kleinen, traditionell arbeitenden spanischen Gitarrenbauwerkstätten angewendet wurde und wird.

Mit dem Reduzieren der Deckenstärke im Randbereich, entweder durch Abtrag in der Fläche oder eben durch eine Hohlkehle bzw. eine Kombination aus beiden, erreicht man eine Art von Membraneffekt. Die Methode formt bzw. unterstützt den unteren Frequenzbereich (Hohlraumresonanz), aber natürlich reduziert sich gleichzeitig auch das Gewicht der schwingenden Decke, was zu einer sehr leichten Ansprache führt.

Als weiteren Vorteil der Kehlung sehe ich, dass die Deckenbearbeitung, selbst im finalen Zustand der Gitarre, keinerlei Auswirkung auf den eigentlichen (gewickelten) Randbereich hinsichtlich seiner Optik und auch Statik hat, mir also viel „Freiraum“ bei der Ausarbeitung gibt.

Im Folgenden finden Sie eine kleine Zusammenstellung an Möglichkeiten für das Modell „Klassik“:

Rückansicht der Konzertgitarre Palisander
Schallloch einer Lawrenz Konzertgitarre
Decke
  • Fichte oder Zeder
Boden & Zarge

Heimische Hölzer

Ahorn (geriegelt), Birke (Eisbirke), Kirsche, Amerikanische Traubenkirsche (Herkunft Deutschland), Eibe, Nussbaum, Robinie, Zwetschge, Apfel, Räuchereiche, Eiche


Tropenhölzer

Madagaskar Palisander, Ostindischer Palisander, Ovangkol, Bubinga, Anigre, Sapeli

Hals
  • Cedro
  • Khaya
  • Sipo
  • Kirsche
  • Erle
Griffbrett & Mensur
  • Ebenholz
  • Palisander
  • Robinie
  • Zwetschge
  • Nussbaum


  • 630 - 660
Mechanik
  • Rubner (El Sonido)
  • Klaus Scheller


weitere auf Anfrage möglich

Oberfläche

Decke: Schellack - Handpolitur 

Boden – Zargen - Hals: Schellackgrundierung / Hartwachsöl 


Decke–Boden - Zargen: Schellack - Handpolitur 

Hals: Schellackgrundierung / Hartwachsöl


Weitere auf Anfrage möglich.

Etui
  • maßgefertigter Formkoffer der Fa. Holger Götz / Breitenfeld
Preis
  • auf Anfrage

Lassen Sie sich inspirieren!

Jede Gitarre, die Sie in der folgenden Galerie sehen, habe ich von Hand gebaut und mit viel Sorgfalt gefertigt. So können Sie sehen, wie unterschiedlich die verschiedenen Hölzer und Materialien wirken und welchen Charakter sie jedem Instrument verleihen. Gern bespreche ich mit Ihnen Ihre Wünsche und Vorstellungen – und gemeinsam gestalten wir eine Gitarre, die perfekt zu Ihnen und Ihrem Spielstil passt.

Decke: Fichte
Boden & Zargen: Ostindischer Palisander

Decke: Fichte
Boden & Zargen: Eisbirke

Decke: Fichte
Boden & Zargen: Anigre